Zusammenfassung
Internetportale für die Nutzerbewertung von Dienstleistungen erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Auch Ärzte sehen sich — wie Lehrer und Professoren — zunehmend mit öffentlich einsehbaren Bewertungen ihrer Patienten konfrontiert. Der Bedarf für solche Entscheidungshilfen bei der Arztsuche ist offenbar hoch. Allerdings gilt es, rechtliche Grenzen, vor allem hinsichtlich des Datenschutzes der Patienten, zu beachten und Ärzte wie Nutzer vor Missbrauch zu schützen. Über Qualitätsunterschiede zwischen den auf dem Markt befindlichen Arztbewertungsportalen lässt sich anhand der Art und Weise urteilen, wie sie den potenziellen Konflikt zwischen Datenschutz und Informationsfreiheit konkret lösen und ob Bewertende und Bewertete gleichermaßen fair behandelt und vor Missbrauch geschützt werden.
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Stefanie Hennig Project Manager im Projekt „Weisse Liste“ der Bertelsmann Stiftung
Dr. Stefan Etgeton Senior Expert im Programm „Versorgung verbessern — Patienten informieren“ der Bertelsmann Stiftung
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Hennig, S., Etgeton, S. Arztbewertungen im Internet. DuD 35, 841–845 (2011). https://doi.org/10.1007/s11623-011-0199-3
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